Schweiz erhält 7.5 MWh PCR-Energiespeicherlösung von NEC ES

- Sep 08, 2017-

EKZs bisheriges Lithium-Ionen-BESS-Projekt in Dietikon, geliefert von ABB. Bild: ABB.

Das Schweizer Energieversorgungsunternehmen EKZ (Elektrizitätswerke des Kantons Zürich) baut ein netzausgleichendes und erneuerbares Energiespeichersystem mit 18 MW / 7,5 MWh und beauftragte NEC Energy Solutions mit der Durchführung des Projekts.

Das Projekt wird zuvor entwickelte Batteriespeichersysteme in der Schweiz in den Schatten stellen - EKZ installierte zuvor eine 1 MW / 500 kWh Dietkon, Zürich mit LG Chem Batterien und in Partnerschaft mit dem in der Schweiz domizilierten Steuerungs-, Strom- und Automatisierungsriese ABB. Dieses Projekt wurde im Jahr 2012 abgeschlossen und ist noch immer in Betrieb. Es führt sowohl Anwendungen im Meter- als auch im Meterbereich durch, einschließlich Solarlastverschiebung und Primärfrequenzregelung.

Das 1-MW-Dietikon-System war zwar relativ klein, war jedoch das erste Batterie-Energiespeichersystem in Europa, das eine Primärregelungsreserve (PCR) ohne Rückendeckung durch konventionelle thermische Erzeugungsanlagen lieferte. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz haben 2015 einen gemeinsamen Markt für Zusatzdienste für die PCR gegründet. EKZ und Partner haben eine detaillierte Studie zum Projekt Dietikon erstellt, die die Effektivität der Batterie in den ersten Betriebsjahren aufzeigt.

Neues System auch für PCR auf kommerzieller Basis

Das neue kurzwellige System mit einer Leistung von 18 MW / 7,5 MWh wird auch für die Frequenzregulierung der Primärregelungsreserve (PCR) zum Netz verwendet und wird kommerziell genutzt, im Besitz und betrieben von EKZ, sobald es fertiggestellt ist - voraussichtlich Anfang 2018. Die erfolgreiche Lieferung von PCR, um Netzfrequenzabweichungen nach Fehlern auszugleichen und zu korrigieren, erfordert, dass die Systeme innerhalb von 30 Sekunden auf ein Signal vom Netz reagieren. Mit steigendem Niveau der erneuerbaren Energien im Netz steigt der Bedarf an zusätzlicher Rotationsträgheit, was bedeutet, dass die Notwendigkeit einer effizienten PCR dringlicher wird.

Neben dem Dietikon-Projekt und einigen weiteren Lithium-Ionen-, Druckluft- und Flow-Batterie-Piloten beherbergt die gebirgige Schweiz mehrere große Pump-Hydro-Projekte. Laut einem Interview mit EKZ Smart Grid-Ingenieur und Projektmanager Marina González Vayá, während sie gut für die Speicherung großer Mengen von Energie für lange Zeit sind, können gepumpte Wasserkraftwerke nicht so schnell auf Signale reagieren wie Batterien und sind in den Bergen entfernt von den meisten städtischen Zentren und haben daher Kosten für die Energieübertragung. Laut González Vayá könnten sich Batterien und Pumpspeicher ergänzen, um den sich wandelnden Energiebedarf der Schweiz zu decken.

González Vayá sagte speziell über das neue Projekt, es sei "ein wichtiger Schritt in Richtung einer zuverlässigen und nachhaltigen Energiezukunft".

"Das schnelle, flexible Energiespeicherprodukt von NEC ES erwies sich als die beste Lösung, um konventionelle Stromerzeugungsanlagen wie gepumpte Wasserspeicher und Wärmeerzeugungsressourcen auf dem Markt für primäre Reservekontrolle zu ergänzen."

NEC ES arbeitet als Systemintegrator und Technologieanbieter für die Energiespeicherindustrie. Marketingdirektor Roger Lin sagte kürzlich, dass seine Kunden das Unternehmen als eine Art "Energiespeicher-EPC" betrachten. Während die Muttergesellschaft NEC Corporation im August ihr Unternehmen AESC (Automotive Energy Supply Corporation), ein 50-50 Unternehmen der NEC Corporation und des Autobauers Nissan, veräußerte, werden die Aktivitäten von NEC ES nicht beeinträchtigt, da AESC als eines unter vielen angesehen wurde. potenzielle Batterielieferanten für NEC ES-Projekte.